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Kukua, Gründerin Vom Onlineshop africaboutik Im Interview

16. Juli 2017
shopping platform africaboutik - Onlineshop africaboutik

Ich traf Kukua aka MsK, vor einigen Jahren auf Facebook und war sofort begeistert von ihrem Blog  African Prints in Fashion (APiF), welcher sich zu einer beliebten Lifestyle-Marke etabliert hat. Als Kukua im vergangenen Jahr ihren Onlineshop africaboutik eröffnete, wusste ich, dass ich ein Interview mit ihr führen wollte. Wenn ihr auf der Suche nach afrikanisch inspirierter oder in Afrika produzierter Mode und Accessoires von lokalen Kunsthandwerkern seid, MÜSST ihr dieses Interview unbedingt lesen!

Interview mit Kukua vom Onlineshop africaboutik

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Frolicious: Erzähle uns bitte ein wenig über deinen neuen Onlineshop. Wie kamst du auf die Idee, und warum gerade jetzt?
Kukua: Als ich vor sechs Jahren mit dem Blog begann, konzentrierte ich mich mehr auf Inhalte und wollte den Einfluss auf die Modeindustrie von Designern aus der Diaspora und vom afrikanischen Kontinenten sichtbar machen und dokumentieren. Leser haben mich immer gefragt, wo sie bestimmte Sachen kaufen könnten, und ich habe sie auf diverse Verkaufs-Portale weitergeleitet. Mir war schon seit einiger Zeit klar, dass ein eigener Onlineshop durchaus Sinn machen würde, ich hatte nur nicht genug Resourcen und Zeit. Ich glaube ich habe ein gutes Auge für Design und Trends. Also habe ich mich letztes Jahr entschieden, es einfach zu versuchen und habe www.africaboutik.us gegründet.

Frolicious: Wo findest du die Kunsthandwerker und wie wählst du sie aus?
Kukua: Einige Artisans habe ich auf Märkteoder Messen für kleine Unternehmen in Ghana kennengelernt. Andere habe ich auf Instagram entdeckt, oder sie wurden mir empfohlen. Es braucht Zeit, um nachhaltige Beziehungen zu entwickeln. Klar, manchmal klappt es auch nicht und ich verliere Geld oder erhalte ein falsches oder ein beschädigtes Produkt. Ich versuche nach Sachen Ausschau zu halten, die nicht jeder hat und die nicht nur schön aussehen sondern auch gute Qualität haben. Die Möbel zum Beispiel erwerbe ich in Antiquitäten-Läden in New York und New Jersey, dann restauriere und verschönere ich sie mit einer Freundin, die Interior Designerin ist.

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Frolicious: Was waren die größten Herausforderungen bisher?
Kukua: Zeit und Technologie. Wenn man sich mit Hosting-Anbietern, Server-Leistung und Seiten-Updates herumschlagen muss, ist das schon eine technische Herausforderung. Inzwischen habe ich einen Profi, der sich darum kümmert. Das ist nicht billig, aber das ist es mir wert. Außerdem benötigen der Shop und die dazugehörigen Social Media Kanaele regelmäßig neue Fotos, um Kunden anzusprechen und zu binden. Ich mache inzwischen selbst Fotos, weil es mir wirklich Spaß macht, aber das kostet auch viel Zeit.

Frolicious: Was glaubst du, warum gibt es jetzt mehr schwarze Frauen denn je, die ihr eigenes Business gründen?
Kukua: Im August 2016 berichtete die „Times“, dass 8 von 10 Unternehmensgründerinnen People of Color sind. Es ist heute einfacher, durch die sozialen Medien wie WhatsApp, Facebook usw. die eigene Zielgruppe zu erreichen – vielleicht fühlen sich deshalb mehr Frauen ermutigt, selbstaendig zu werden. In den Staaten war es nach der Rezession auch die beste Möglichkeit, das eigene Können wirksam einzusetzen und so Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Für mich persönlich ist es stärkend, Dinge auszuprobieren, zu kreieren, ohne dass jemand mir Grenzen setzt oder Vorschriften macht.

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Frolicious: Warum ist es für unsere Generation so wichtig, sich von Schwarzen gegründeter Unternehmen bewusst zu sein?
Kukua: Ich würde dieses Bewusstsein nicht an einer bestimmten Generation festmachen wollen. Wir alle sollten Unternehmen/Geschäftsideen aus unserer Community unterstützen. Viele von Schwarzen gegründete Unternehmen haben nicht die gleichen Netzwerk-Möglichkeiten oder können nicht auf die Unterstützung von Investoren bauen, also müssen wir – die Kunden – sie unterstützen. Unsere Kaufkraft sollte nicht unterschätzt werden, und warum sollten wir nicht Schuhe von der Brand Sawa aus Äthiopien kaufen anstatt in China produzierte Adidas?

Frolicious: Glaubst du, dass Afrika-inspirierte Stücke wie Mode, Accessoires oder Möbel nur ein Trend sind?
Kukua: Ich habe Designern diese Frage schon vor sechs Jahren gestellt, und sechs Jahre später reden wir immer noch über Afrika-inspirierte/ Made in Afrika Mode und Designs. Schau dir Ikea an, die mit verschiedenen Designern vom afrikanischen Kontinenten eine Afrika-Kollektion starten; oder die Ausstellung über Moderne Afrikanische Kunst, die jedes Jahr in London und New York stattfindet. Oder ein ganz aktuelles Beispiel: das edle Shopping-Kaufhaus Le BHV Marais in Paris, das 6 Wochen lang Mode & Designs von 40 Designers aus Südafrika vorstellt. Die Wahrnehmung dessen, was Made in Afrika Design/ Kunst/ Mode ist, ändert sich. Es ist nichts, das wieder verschwinden wird – im Gegenteil, es bekommt immer mehr Relevanz.

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Was mir an Kukua’s Onlineshop africaboutik gefällt

Kukua hat definitiv ein gutes Auge für angesagte Trends und Designs. Schaut mal auf ihre Instagram Seite. Sie ist zum einen Gründerin vom Onlineshop africaboutik, zum anderen ist sie zu 100 % eine erfolgreiche Influencerin, die ihr Business in die eigenen Hände genommen hat.

Folgt Kukua für mehr Info über ihren Onlineshop africaboutik:

Onlineshop: https://africaboutik.us/
Instagram: https://www.instagram.com/africaboutik/
Facebook: https://www.facebook.com/africaboutik/
email: info@africaboutik.us

 

Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, hinterlasst unten einen Kommentar. Bitte teilt dieses Interview. Supportet einen Black-owned Onlineshop. Wenn ihr auf der Frolicious Seite vorgestellt oder interviewt werden möchtet, kontaktiert mich gern einfach!